Verein Infos zu Muvonde Bedarf realisierte Projekte Fotogalerie Mitglied werden Jahresberichte E - Mail

realisierte Projekte

Realisierte Projekte von 1992 bis 2000

Am Matibi Hospital sowie am Spital von Chikombetzi wurden zwischen 1992 und 2000 folgende Projekte realisiert:4 Bohrlöcher sichern die Trinkwasser-Versorgung4 elektrische Wasserpumpe mit entsprechenden Steuerungen versorgen einenneu erstellten 250'000 Liter WassertankAbwassersystem mit 3 KlärbeckenRehabilitationszenter mit Geräten und Rollstühlen (Dank Weihnachtsaktion von Radio Munot)2 Spitex-Teams mit geländegängigen FahrzeugenAmbulanzfahrzeugTelefonanlage für Spital und Mission Zahnarzt-EinrichtungOperationssaal-Ausrüstung: Narkose, Lampen, Ultraschall, InstrumenteDieselgenerator beliefert Spital und Mission bei StromausfallWasserversorgung am Spital von Chikombetzi (Dank Weihnachtsaktion von Radio Munot). Bau Personalhaus in ChikombetziNarkosegeräte, Stromgeneratoren und chirurgische Bestecke für Nachbarspitäler.Diverse Grosstransporte zur Versorgung des Spitals mit Verbrauchsmaterialien.
Der Verein investierte von 1992 bis 2000 insgesamt Fr. 1‘087‘023.-

Im gleichen Zeitraum unterstützte Herr Ernst F. Sauerbruch aus Stein am Rhein mit Freunden und Rotary-Mitgliedern aus Singen und Radolfzell das Spital und Dr. Aschwanden mit Fr. 149‘983.-

2001

Lieferung von 2 Tonnen Verbandsmaterial und Bettwäsche aus Armeebeständen
Neue Röntgenanlage mit digitaler Bildbetrachtung geliefert.
Div. Medikamenten-Sendungen in 20 – 30 kg.-Paketen

Gesamtaufwand des Vereins 2001 Fr. 78'850.90

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch, Rotaryclub Radolfzell Hegau und
RC Singen mit Fr. 17‘424.-

 

2002

2,3 Tonnen Luftfracht-Transport mit Hilfsgütern und 2 Brillenglas-Schleifautomaten
(gespendet von Knecht und Müller, Stein am Rhein).
2 neue Spital-Autos und ein Notstrom-Generator angeschafft.
Max Scherrer richtet neue Telefonanlage ein und verbindet endlich die verschiedenen Abteilungen und die Arzthäuser.
Bau eines Gebäudes zur Unterbringung der Röntgenabteilung und des Labors.

Gesamtaufwand des Vereins 2002 Fr. 69'167.85

Sonder-Finanzierung von Blutkonserven durch RC Singen und Radolfzell Hegau
mit Fr. 7‘903.-

 

2003

Max Scherrer und Kurt Werner installieren die neue Röntgenanlage sowie ein neues
10kVA Notstromaggregat für den Operationssaal mit Fernsteuerung.
2,5 Tonnen Luftfracht-Transport mit Hilfsgütern und einer Histologie-Einrichtung
(gespendet durch das Spital Münsterlingen)
Baubeginn einer Schwesternschule (Finanziert durch das Ehepaar Stückmann mit über 1 Mio. Franken).
Ausbau einer Aids-Waisen Hilfsorganisation (Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Stein am Rhein ergibt Fr.5'200 ).

Gesamtaufwand des Vereins 2003 Fr. 76'536.10

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch, Rotaryclub Radolfzell Hegau und
RC Singen mit Fr. 13‘661.

 

2004

Herr und Frau Stückmann arbeiten für 3 Wochen am Spital und instruieren das Personal in der neu erstellten Brillenwerkstatt und dem Histologie-Labor.
Dr. Heinz Spycher aus Eschenz unterstützt das Ärzteteam für 6 Wochen. Per Luftfracht gelangen 1,6 Tonnen Hilfsgüter ins Spital.
Die Inneneinrichtungen der Schwesternschule verschlingen Fr. 350'000.-
Dank der Weihnachtsaktion von Radio Munot kamen Fr. 103'000.- zusammen.
Die Zeitungsberichte von Dr. Spycher veranlassten Gemeinden, Kirchen , Vereine und Privatpersonen zusätzlich Fr. 44'000.- zu spenden. Somit war die Finanzierung der Inneneinrichtung gesichert.

Gesamtaufwand des Vereins 2004 Fr. 204'544.05

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch, Rotaryclub Radolfzell Hegau und RC Singen mit Fr. 9‘300.-

 

2005

Dr. Aschwanden muss sich in der Schweiz einer grösseren Operation unterziehen.
Bei seiner Rückkehr nach Muvonde unterbreitet ihm Dr. Olukoja , dass er nach Nigeria zurückkehren werde. Statt Erholung ist Mehrarbeit angesagt. Neue Ärzte müssen gesucht werden.
Im Frühjahr reisen Hilke und Marcel Willi zusammen mit Max Scherrer nach Muvonde. Ein neues Telefonkabel wird vom Spital zu den Arzthäusern (rund 2 Kilometer) verlegt. Die letzten Elektroinstallationen an der Schwesternschule sowie die Telefonanschlüsse am Spital und bei den Arzthäusern nehmen viel Zeit in Anspruch. Hilke Willi instruiert die Leute in der Brillenwerkstatt und erklärt ihnen die Wichtigkeit der korrekten Vermessung mit dem Scheitelbrechwertmesser.
Die Schwesternschule kann den Betrieb vollumfänglich aufnehmen.
Die Regierung stellt die finanzielle Unterstützung für die Betriebs- und Unterhaltskosten gänzlich ein.
Der Verein muss die Mittelbeschaffung noch intensivieren, damit das Spital nicht geschlossen werden muss.
Zudem hoffen ca. 3000 Waisen auf weitere Unterstützung.

Gesamtaufwand des Vereins 2005 Fr. 215'991.05

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch, Rotaryclub Radolfzell Hegau und
RC Singen mit Fr. 7‘692.-

 

2006

Im Mai kann endlich ein neuer, einheimischer Arzt verpflichtet werden.
Bei einem Einbruch ins Spital werden Medikamente, Computer, Telefone und weitere Einrichtungen entwendet.
Nahrungsmittel und Medikamente können nur noch auf dem Schwarzmarkt zu horrenden Preisen erstanden werden. Hilfsgüter-Transporte aus der Schweiz werden immer wichtiger.
Im Herbst kann ein weiterer Arzt verpflichtet werden. Er erhält vom Verein ein Auto, das bei einer 5-jährigen Vertragseinhaltung in seinen Besitz übergeht.
Die Schwesternschule ist ein Segen für das Spital. 32 Schüler/innen haben die Prüfung bestanden. 16 konnten für das Muvonde Hospital verpflichtet werden.
Marcel und Hilke Willi, sowie Kurt und Marlies Werner leisten im Herbst einen Arbeitseinsatz.
Die Brillenwerkstatt wird mit 2 Schleifautomaten sowie Kontrollgeräten ausgerüstet und durch Hilke Willi instruiert.
Das Histologie-Labor erhält neue Räumlichkeiten , wird verlegt und erweitert.
Die Trinkwasserpumpe erhält einen neuen Motor und eine bessere Steuerung.
Im November trifft ein Grosscontainer mit 13 Tonnen Hilfsgütern aus der Schweiz ein.
Neben riesigen Mengen Verbandsmaterial und Spitalbedarf wurde eine komplette Solaranlage für die Grundwasser-Versorgung geliefert. Ein neuer Elektro-Verteilkasten mit Stromzähler und Sicherungen erhöhen die Sicherheit. 2 Solar-Beleuchtungsanlagen sowie Kabel für die neue Waschküche, 2 Notstromaggregate, eine Destillieranlage sowie eine Zivilschutzpumpe müssen teilweise noch montiert werden.

Gesamtaufwand des Vereins 2006 Fr. 246'380.-

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch, Rotaryclub Radolfzell Hegau und
RC Singen mit Fr. 15‘759.-

 

2007

Ende Februar reisen Marcel Willi und Hans Schlatter nach Simbabwe. Der neue Elektro-Verteilkasten wird installiert und in Betrieb genommen. Reparaturen an div. Geräten sowie Verbesserungen im Zusammenhang mit der Trink- und Abwasserversorgung werden geprüft und teilweise ausgeführt.
Elektro-Installationen in der neuen Waschküche sowie in der bestehenden Schulküche.

Gesamtaufwand des Vereins 2007 Fr. 206'530.-

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch zur Finanzierung des 3. Arztes
sowie Beschaffung der Solar-Frischwasserpumpe mit Fr. 30‘661.-

 

2008

Im Frühjahr montiert Max Scherrer die Solaranlage, welche künftig das Grundwasser fördern soll. Die Solar-Wasserpumpe kann auch mit Leitungs- oder Generatorstrom betrieben werden und fördert täglich mit Sonnenkraft bis zu 25'000 Liter Wasser aus einer Tiefe von 50 Metern in einen 8 Meter hohen Wassertank.
Die Gebärabteilung sowie die wichtigsten Zugänge zu den Toiletten erhalten eine Solar-Beleuchtung. Künftig können die Kinder, welche in der Nacht geboren werden, das Solar-Licht der Welt erblicken und der Gang zur Toilette kann ohne nachtwandlerische Fähigkeiten erfolgen.
Im Oktober erfolgt ein weiterer Grosstransport mit über 15 Tonnen Hilfsgütern von Armee und Zivilschutz.
2 Autos werden angeschafft: 1 Kastenwagen als Ambulanz und ein Lieferwagen mit Brücke.

Gesamtaufwand des Vereins 2008 Fr. 357'242.93

Zusätzliche Investitionen durch Herrn E. F. Sauerbruch für Arzthonorar und Solaranlagen
Mit Fr. 18‘156.-

 

2009

Die einheimische Währung, der Zim$ wurde abgeschafft. Zahlungsmittel sind künftig US$ oder südafrikanische Rand.
Neue Wassertanks auf Stelzen ermöglichen das Speichern von Stausee-Wasser. Damit können die Gärten der Angestellten, die Waschküche und später auch die WC-Anlagen versorgt werden um Trinkwasser zu sparen.
Durch die Verlegung von neuen Abwasserrohren können die häufigen Verstopfungen behoben werden.
Ein dritter, einheimischer Arzt konnte angestellt werden.
Zum 10. mal leistet Max Scherrer aus Weinfelden einen Arbeitseinsatz am Spital und der Mission in Driefontein.
Die Verlegung eines Glasfaserkabels vom Spital zu den Arzthäusern ermöglicht künftig eine Internet Verbindung und damit die Sicherstellung der Telemedizin.
Somit können Gewebeproben per Internet weltweit an Spezialisten übermittelt werde, welche die Proben analysieren und die histologischen Diagnosen den Ärzten mitteilen können.
Die Stromversorgung dieser Anlage garantiert eine Solar-Kompaktanlage.
Prof. Oberholzer von der Uni Basel und seine Assistentin Frau Decker richten das neue Histologie-Labor und die Apparaturen für die Übermittlungsmodule ein.
Im Oktober erreicht ein weiterer Container das Spital. Erstmals sind auch Hilfsgüter für die Spitäler Matibi und Silveira (Dr. Chr. Seelhofer) dabei.

Gesamtaufwand des Vereins 2009 Fr. 278'599.50

Zusätzliche Investitionen durch Herrn E. F. Sauerbruch und den Rotaryclubs Radolfzell Hegau und Singen für die Planung und Einrichtung der Telemedizin. Fr. 27‘380.-

 

2010

Im bald einmal letzten Container waren neben Spitalbedarf auch wieder eine komplette Solaranlage für eine weitere Grundwasser-Versorgung dabei.
Im Frühjahr montiert Max Scherrer die Solarmodule auf einem Dach der Schwesternschule und ersetzt die Elektropumpe am Schul-Bohrloch mit der vielseitig verwendbaren Solarpumpe.
Die Wassertanks des Spitals und der Schule werden miteinander verbunden. Dadurch erhöhte sich der Trinkwasser-Vorrat für das Spital.
Im Oktober wird ein 20- und ein 40 Fuss Container mit 32 und 64 m3 Hilfsgütern versandt.
Der kleinere Container beinhaltet eine Solar-Wasserversorgung für das Matibi-Hospital und viele Güter für das Silveira-Hospital von Dr. Chr. Seelhofer.
Der Grosscontainer ist für das Muvonde-Hospital bestimmt und beinhaltet weitere Solarmodule zur Sicherstellung der Beleuchtung und lebenswichtiger Apparaturen aber auch Verbandsmaterial und sonstige Hilfsgüter in grosser Anzahl.



Gesamtaufwand des Vereins Fr. 263‘837.-

Zusätzliche Investitionen durch Herr E. F. Sauerbruch und Rotaryclubs Radolfzell Hegau und Singen für die Telemedizin-Software sowie 5 Solar-Bausätze zur Elektrifizierung der verschiedenen Abteilungen. Fr. 51‘184.-

 

Bilanz

und weiter geht`s



Schlussbilanz der 10-jährigen Tätigkeit am Muvonde Mission Hospital, Simbabwe

Von 2001 bis 2010 wurden am Muvonde Hospital 49'330 Patienten hospitalisiert und
196'599 Menschen ambulant behandelt.
Dabei wurden 5'304 grosse und 8'146 kleine Operationen durchgeführt.
Das ergibt pro Monat 44 grosse und 68 kleine Operationen.

Im selben Zeitraum wurde durch den Verein Hilfe für Simbabwe Fr. 1‘997‘679.38 investiert.

Ausserdem unterstützte Herr Ernst F. Sauerbruch mit Freunden und den Rotaryclubs
Radolfzell Hegau und Singen das Spital und Dr. H. Aschwanden mit Fr. 207‘187.-

Über die eingegangenen Material- und Barspenden hinaus haben in den letzten 19 Jahren ( 9 Jahre Matibi, 10 Jahre Muvonde ) eine Vielzahl von Helfern tausende von Arbeitsstunden, sowie erhebliche eigene Ausgaben investiert um den Verein zu unterstützen. Insbesondere bezahlten die Helfer die Flüge für ihre Simbabwe-Arbeitseinsätze aus der eigenen Tasche.

Der Verein kann weder die politische- noch die wirtschaftliche Lage in Simbabwe beeinflussen.
Es ist uns aber gelungen, die Ärzte und das Spitalpersonal materiell und moralisch zu unterstützen und so das Überleben des Spitals nachhaltig zu sichern.